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Wie schwul sind "Schwule Väter"?

Nach der Definition der Kinsey-Skala ist "homosexuell", wer NIE im Leben - weder in erotischen Phantasien, noch in der Praxis -  sexuelle Kontakte mit Menschen des Gegengeschlechts hatte. Somit ist eine - auf natürliche Weise zu Stande gekommene - schwule Vaterschaft eigentlich nicht möglich. Daraus folgt, wer als Mann aus einem lustvollen sexuellen Kontakt mit einer Frau Kinder hat, jetzt aber schwul lebt,  ist offensichtlich bisexuell. Egal, wie er sich selber aktuell definiert.

 

Also, wenn du dich jetzt als "schwuler Vater" definierst, dann ist das Etikett vermutlich  nur die Beschreibung einer  aktuellen (evtl. temporären) Phase! Vielleicht hast Du Dich unter vielen Schmerzen und mit Schuldgefühlen zu dieser Neudefinition durchgerungen. Allein dass dieser Prozess nicht leicht war ist kein Beweis dafür, dass Du damit Deine letzte/absolute Wahrheit gefunden hast.  Kann sein, dass der Aufbruch Dich aus einer bedrückenden Situation befreit hat. Kann aber auch sein, dass das andere Geschlecht immer noch (oder wieder) einen gewissen Reiz auf dich ausübt.

 

Und dann muß die Frage gestattet sein, was denn die doch anfänglich lustvolle Sexualität mit deiner Frau - (und ohne Lust keine Erektion!) -  so gestört und verändert hat, dass du diese Seite von dir lieber aufgegeben hast, als dich in dieser Situation weiter fragen zu müssen, was an deiner Beziehung zu Frauen grundsätzlich schief gelaufen ist. Was hat dich so entmutigt? Was hat dich fortgetrieben? Welche Verletzung hat so geschmerzt? Welches Unzulänglichkeitsgefühl war nicht mehr auszuhalten? Welche (vielleicht auch unbewußte) Hemmungen haben deine Heterosexualität in den Winterschlaf geschickt, so dass du sie gar nicht mehr wahrnehmen kannst?  Was hat die schon  immer in dir vorhandene Homoerotik zu einer dominaten Lebensweise werden lassen?

 

Wenn du nach der Phase der Verliebtheit irritiert bemerkst wie dein sexuelles Interesse an deiner Partnerin schwindet, sich deine Hetero-Libido völlig verabschiedet, ja sogar so etwas wie Ekel gegen das weibliche Geschlecht entsteht, dann macht sich eine ödipale Verletzung deiner sexuellen Energie bemerkbar, die mit deiner aktuellen Partnerin nichts zu tun hat, sondern aus deiner Herkunftsfamilie stammt.

Dass du in den Jahren deiner Heterosexualität einem Irrtum zum Opfer gefallen bist und erst zu spät bemerkt hast, dass du eigentlich so richtig 100%ig schwul bist - ja immer warst - , ist nicht so überzeugend. Wahrscheinlicher klingt, dass schon aus der Zeit der Pubertät - neben einer latenten Homoerotik - eine gewisse Gehemmtheit gegenüber dem anderen Geschlecht vorhanden war und dass dann in eurer Ehe/Partnerschaft elementare Regeln des (sexuellen) Zusammenlebens nicht bekannt waren und viele Gefühle nicht ausgesprochen bzw. Probleme nicht angesprochen wurden. So konnte sich im Laufe der Zeit das Unausgesprochene wie eine Milchglasscheibe zwischen euch schieben. Das gegenseitige Verständnis erlosch und die Entfremdung wurde überwältigend. Wahrscheinlich wurde die Sexualität mit deiner Partnerin immer schwieriger und belastender, und du hast deinen Mangel an heterosexuellem Interesse mit deiner Homoerotik erklärt statt mit den seelischen Verstrickungen/Verknotungen, die du in dir trägst. Deine Zweifel an deiner Männlichkeit, deine Minderwertigkeitgefühle. Schade, dass das nie aufgearbeitet wurde. Der Preis dafür - die zerstörte Familie - ist hoch.

 

Und - es ist nie zu spät. Falls dich gelegentlich die Attraktion einer Frau erreicht, du Nähewünsche oder Zärtlichkeitssehnsucht entwickelst, was dich in deiner neuen "schwulen Identität" wieder verunsichert, dann wäre das die Gelegenheit, deine Wünsche, deine Sehnsucht, deine Ängste und Hemmungen auf den Prüfstand zu stellen. Vielleicht liegt da etwas brach, was noch große Glücksmomente ermöglichen könnte. Auch eine brachliegende Heterosexualität kann aus ihrem Dornröschenschlaf wachgeküßt werden. Nichts ist unmöglich!

 

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